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Handelsblatt - Millionäre investieren in Erneuerbare Energien
Donnerstag, den 25. Juni 2009 um 01:00 Uhr
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Trotz der Finanzkrise hat die Zahl der Millionäre im vergangenen Jahr weltweit zugenommen. Ein Grund liegt darin, dass die Volkswirtschaften in den Schwellenländern und neuen Industrieländern rasant wachsen. Das geht aus dem "World Wealth Report" der Investmentbank Merrill Lynch und des Beratungsunternehmens Cap Gemini hervor. Mittlerweile gibt es demnach weltweit insgesamt 10,1 Millionen Reiche, wobei der Zuwachs in Indien am höchsten war. In Deutschland stieg ihre Zahl um 3,5 Prozent auf 826 000. Das Nettofinanzvermögen der Reichen und Superreichen wuchs um 9,4 Prozent auf 40,7 Billionen Dollar. Und die Millionäre entdecken immer mehr ihr grünes Gewissen. Denn Umweltbewusstsein gilt als schick, längst ist es ein populärer Konsumstil geworden. Dass sich damit auch richtig Geld verdienen lässt, haben nun auch die besonders wohlhabenden Privatleute erkannt. Von den "High Networth Individuals", die über ein liquides Vermögen von mindestens einer Million Dollar verfügen - ohne selbst genutzte Immobilien - investieren dem Report zufolge rund zwölf Prozent ihr Vermögen in nachhaltige Umweltsektoren. Von den "Ultra High Networth Individuals" kaufte sogar knapp jeder sechste mit Ökobewusstsein. Denn "ein wenig grünes Gewissen ist in Millionärskreisen en vogue. Der Trend geht eindeutig hin zum "green Investing". Aufgrund des gestiegenen Interesses für Umweltfragen haben Öko-Anlagen weltweit an Popularität gewonnen. Sie bieten den Anlegern nicht nur die Möglichkeit, sich aktiv sozial verantwortlich zu engagieren, sondern auch verheißungsvolle Renditen einzustreichen. Windkraft und Sonnenenergie locken besonders die Reichen und Superreichen. Von ihnen steckten rund 17 Prozent beziehungsweise 21 Prozent Anteile ihres Portfolios in grüne Anlagen. Auch den europäischen Wohlhabenden liegt die Umwelt am Herzen. Von ihnen legt rund jeder Fünfte das Geld in Öko- Projekten an. Jeder dritte europäische Millionär investierte dabei, um mehr soziale Verantwortung zu übernehmen. Bei 58 Prozent allerdings überwog als Motiv die zu erwartende Rendite. |










